Die Schweiz ist als kleine Volkswirtschaft auf einen guten Marktzugang zur EU angewiesen, zumal über die Hälfte aller Schweizer Exporte nach Europa gehen. Auch von den Pharmaexporten gehen mehr als die Hälfte (rund 52%) in andere europäische Länder. Die Bilateralen Verträge I haben den Marktzugang dank dem Abbau technischer Handelshemmnisse stark erleichtert. Auch das Abkommen über die Personenfreizügigkeit ist zentral, da für zahlreiche Branchen und speziell auch für die forschende Pharmaindustrie die Rekrutierung von Fachkräften jeder Stufe im EU-Raum, aber auch global, entscheidend ist. In der Schweiz allein ist das Arbeitskräftepotenzial dafür zu klein.

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BILATERALE ERHALTEN

Seit 2014 verhandeln die Schweiz und die EU über institutionelle Fragen. Interpharma unterstützt die Bestrebungen des Bundesrats, die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU zu festigen und weiter zu entwickeln. Es ist im Interesse der Schweizer Volkswirtschaft, den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt der Schweiz zu sichern und die Rechtssicherheit zu stärken. Interpharma ist bereit, sich weiterhin in einer konstruktiven Weise in der Diskussion um die bilateralen Beziehungen zu engagieren.

Europabefragung – den Stimmberechtigten den Puls fühlen

Interpharma will den Puls der Bevölkerung zum Verhältnis Schweiz-EU fühlen und das Bewusstsein für die Bedeutung guter Beziehungen zu den europäischen Nachbarn stärken. In diesem Sinne hat Interpharma im 2018 bereits die fünfte repräsentative Umfrage zu den Beziehungen der Schweiz mit der EU beim Forschungsinstitut gfs.bern in Auftrag gegeben. Über die Ergebnisse der umfassenden Befragung wurde im April in den Medien prominent berichtet.

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REGIONALVERANSTALTUNGEN

Weiter hat Interpharma eine Roadshow fortgesetzt und als Beitrag zur Plattform stark+vernetzt von economiesuisse verschiedene öffentliche Regionalveranstaltungen und Dialoge mit Stakeholdern in Zusammenarbeit mit kantonalen Handelskammern und weiteren Partnern durchgeführt. An diesen sehr gut besuchten Veranstaltungen wurde aufgezeigt, wie das Zusammenspiel zwischen lokalen und globalen Unternehmen funktioniert und welche Rahmenbedingungen es braucht, damit die lokale Wirtschaft erfolgreich in die Zukunft rollt. Da Schweizer Unternehmen einen grossen Teil ihrer Güter exportieren und die EU die mit Abstand wichtigste Exportregion ist, kommt den Bilateralen Verträgen dabei eine grosse Bedeutung zu.