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Seit einigen Jahren sind parlamentarische Vorstösse hängig, die eine einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Gesundheitsleistungen fordern. Heute zahlen die Kantone bei stationären Behandlungen bis zu 55% der anfallenden Kosten, während die Krankenkassen 45% übernehmen. Bei ambulanten Behandlungen fallen die gesamten Kosten hingegen auf die Krankenkassen.

Da aufgrund des medizinischen Fortschritts immer mehr Behandlungen ambulant durchgeführt werden können und keine stationäre Aufnahme nötig ist, findet eine Verlagerung in den ambulanten Bereich statt, die voll zu Lasten der Prämienzahlerinnen und Prämienzahler geht. Mit einer einheitlichen Finanzierung würde bewirkt, dass die erwünschte Verlagerung von den Kantonen, bzw. dem Steuerzahler mitgetragen und sich der Steuer- und Prämienanteil zukünftig parallel entwickeln würden. Davon verspricht man sich eine kostendämpfende Wirkung, weil die ambulante Versorgung günstiger erbracht werden kann und bestehende Fehlanreize beseitigt werden.

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-NR) hat am 15. Mai 2018 die Vernehmlassung über ihren Vorentwurf zur einheitlichen Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen (EFAS) eröffnet. Die Vernehmlassungsfrist lief bis zum 15. September 2018.

Am 12. September hat Interpharma zusammen mit anderen Verbänden von Versicherern, Krankenkassen, Apotheken, Spitälern, Ärzten, Patienten und Konsumenten in einer Medienmitteilung die pragmatische Vernehmlassungsvorlage der SGK-N ausdrücklich begrüsst.

Die EFAS-Partner werden den Reformprozess weiterhin konstruktiv begleiten.