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Beziehungen Schweiz - EU


Mit der Europa-Roadshow will Interpharma weiterhin für die Bilateralen sensibilisieren

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Beziehungen Schweiz - EU


Mit der Europa-Roadshow will Interpharma weiterhin für die Bilateralen sensibilisieren

Die Schweiz ist als kleine Volkswirtschaft auf einen guten Marktzugang zur EU angewiesen, zumal über die Hälfte aller Schweizer Exporte nach Europa gehen. Auch von den Pharmaexporten gehen mehr als die Hälfte (rund 53%) in andere europäische Länder. Die Bilateralen Verträge I haben den Marktzugang dank dem Abbau technischer Handelshemmnisse stark erleichtert. Auch das Abkommen über die Personenfreizügigkeit ist zentral, da für zahlreiche Branchen und speziell auch für die forschende Pharmaindustrie die Rekrutierung von Fachkräften jeder Stufe im EU-Raum, aber auch global, entscheidend ist. In der Schweiz allein ist das Arbeitskräftepotenzial dafür zu klein.

  Trend Einschätzung bilaterale Verträge, repräsentative Bevölkerungsumfrage von gfs.bern im Auftrag von Interpharma, Februar 2017.

Trend Einschätzung bilaterale Verträge, repräsentative Bevölkerungsumfrage von gfs.bern im Auftrag von Interpharma, Februar 2017.

BILATERALE ERHALTEN

Interpharma hat sich für eine pragmatische Umsetzung der Zuwanderungsinitiative eingesetzt, deren oberstes Ziel der Erhalt der Bilateralen I sein muss. Das Parlament hat sich im Dezember 2016 für eine solche Lösung entschieden. Denn eine wörtliche Umsetzung hätte die bilateralen Verträge als Gesamtes aufs Spiel gesetzt und so auch dem Pharmastandort Schweiz geschadet.

Europabefragung – den Stimmberechtigten den Puls fühlen

Interpharma will den Puls der Bevölkerung zum Verhältnis Schweiz-EU fühlen und das Bewusstsein für die Bedeutung guter Beziehungen zu den europäischen Nachbarn stärken. In diesem Sinne hat Interpharma im Februar 2017 erneut eine repräsentative Umfrage zu den Beziehungen der Schweiz mit der EU beim Forschungsinstitut gfs.bern in Auftrag gegeben, über die in den Medien prominent berichtet wurde. Schon 2016 und 2015 wurden eine respektive zwei Befragungswellen durchgeführt, die ebenfalls in zahlreichen Medien aufgenommen wurden.

EUROPA-ROADSHOW

Weiter hat Interpharma eine Roadshow fortgesetzt und als Beitrag zur Plattform stark+vernetzt von economiesuisse verschiedene öffentliche Regionalveranstaltungen und Dialoge mit Stakeholdern in Zusammenarbeit mit kantonalen Handelskammern und weiteren Partnern durchgeführt. Diese gut besuchten Veranstaltungen unter dem Titel «Wirtschaftliche Offenheit – Schweiz quo vadis?» fanden in Solothurn, Zug und Lausanne statt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung über die Bedeutung wirtschaftlicher Offenheit und guter Beziehungen zu Europa sowie über Erfolgsfaktoren für eine innovative und wettbewerbsfähige Schweiz.

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Neues Preisbildungssystem


Das neue Preisbildungssystem berücksichtigt den Nutzen stärker

Neues Preisbildungssystem


Das neue Preisbildungssystem berücksichtigt den Nutzen stärker

Anfang Februar 2017 hat der Bundesrat Verordnungsänderungen für ein neues Preisfestsetzungssystem bei kassenpflichtigen Medikamenten beschlossen und per 1. März 2017 in Kraft gesetzt. Die Änderungen wurden aufgrund eines Urteils des Bundesgerichts nötig, das im Dezember 2015 als letzte Instanz festgestellt hatte, dass eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeit einzig mittels Auslandpreisvergleich (APV) nicht zulässig ist und durch einen therapeutischen Quervergleich (TQV) breiter abgestützt werden muss.

Mit dem neuen Preisfestsetzungssystem werden APV und TQV sowohl bei der Erstaufnahme in die Spezialitätenliste wie auch bei den dreijährlichen Preisüberprüfungen und bei Patentablauf neu gleich gewichtet. Die dreijährliche Preisüberprüfung wird beibehalten.

Preisanpassungen per 1. Januar 2018

Nachdem 2015 und 2016 aufgrund der Verordnungsänderungen keine Preisüberprüfungen stattfinden konnten, wurden die Preise eines Drittels aller kassenpflichtigen Medikamente im Verlauft des Jahres 2017 überprüft und die Mehrheit der Änderungen per 1. Januar 2018 verfügt. Ursprünglich sollten die Änderungen auf den 1. Dezember 2017 in Kraft treten, aufgrund der neuen Preisüberprüfungsmodalitäten ist es zu leichten Verzögerungen gekommen. Interpharma hat den neuen Prozess der Preisüberprüfung, bei der neu auch ein TQV durchgeführt wird, konstruktiv-kritisch begleitet.

Erneutes Kostendämpfungspaket

Das neue Preisbildungssystem enthält aus Sicht von Interpharma mehrere Massnahmen, die in der Summe als Kostendämpfungspaket wirken. So sind die Preise weiterhin namhaft von Wechselkursveränderungen abhängig, während das Kaufkraftniveau weiterhin nicht berücksichtigt wird. Zudem sind Preisanpassungen auch künftig nur nach unten möglich. Preiserhöhungen im Falle eines sich abschwächenden Frankens sind hingegen weiterhin nicht vorgesehen. 

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Interpharma begrüsst hingegen die bessere Berücksichtigung des therapeutischen Nutzens, indem TQV und APV bei der Aufnahme in die Kassenpflichtig und bei Preisüberprüfungen nun gleichwertig gewichtet werden. Damit wird die medizinische Innovation für die Patientinnen und Patienten besser honoriert. Interpharma steht zudem weiterhin zur Überprüfung der kassenpflichtigen Medikamente alle drei Jahre.

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Innovative Preismodelle


Interpharma fordert mehr Flexibilität im Preisfestsetzungssystem

Innovative Preismodelle


Interpharma fordert mehr Flexibilität im Preisfestsetzungssystem

Interpharma engagiert sich mit ihren Mitgliederfirmen aktiv für die Entwicklung neuer, innovativer Preismodelle speziell im Bereich der Kombinationstherapien und bei unterschiedlichem medizinischem Nutzen verschiedener Indikationen des gleichen Medikaments. Aufgrund des rasanten medizinischen Fortschritts insbesondere in der Onkologie braucht es mehr Flexibilität im bewährten Preisfestsetzungsmodell, um den Patientinnen und Patienten auch weiterhin den Zugang zu den neusten Therapien zu ermöglichen. Interpharma steht im Dialog mit Krankenkassen über die Kostenerstattung von innovativen Kombinationstherapien in der Onkologie. Dank diesem Dialog konnten 2016 drei Kombinationstherapien in die Spezialitätenliste (SL) aufgenommen werden. Dabei stammten die kombinierten Medikamente jeweils von derselben Firma. 2017 wurden weitere Kombinationstherapien kassenpflichtig. Zudem wurde erstmals eine Kombinationstherapie in die SL aufgenommen, für welche die Medikamente von zwei verschiedenen Firmen stammen.

Interpharma engagiert sich weiterhin für flexible und pragmatische Lösungen, um den Zugang zu den neusten Therapien zu sichern.

 

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Zukünftige Finanzierung des Gesundheitssystems


Einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen kann das Kostenwachstum ohne Qualitätsverlust dämpfen

Zukünftige Finanzierung des Gesundheitssystems


Einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen kann das Kostenwachstum ohne Qualitätsverlust dämpfen

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Seit einigen Jahren sind parlamentarische Vorstösse hängig, die eine einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Gesundheitsleistungen fordern. Heute zahlen die Kantone bei stationären Behandlungen bis zu 55% der anfallenden Kosten, während die Krankenkassen 45% übernehmen. Bei ambulanten Behandlungen fallen die gesamten Kosten hingegen auf die Krankenkassen.
Da aufgrund des medizinischen Fortschritts immer mehr Behandlungen ambulant statt stationär durchgeführt werden können, findet eine Verlagerung in den ambulanten Bereich statt, die voll zu Lasten der Prämienzahlerinnen und Prämienzahler geht. Mit einer einheitlichen Finanzierung würde bewirkt, dass die erwünschte Verlagerung von den Kantonen, bzw. dem Steuerzahler mitgetragen würde und sich der Steuer- und Prämienanteil zukünftig parallel entwickeln würden. Davon verspricht man sich eine kostendämpfende Wirkung, weil die ambulante Versorgung günstiger erbracht werden kann.

Eine Subkommission der Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) erarbeitet momentan einen Vorschlag für eine einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen.
Interpharma hat im Juli 2017 zusammen mit anderen Verbänden von Krankenkassen, Apotheken, Spitälern, Ärzten und Patienten einen Brief an die Mitglieder der SGK-N geschrieben, in dem die Wichtigkeit einer Reform zur einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen hervorgehoben wird.

 

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HMG-Revision


Forschungsanreize im Bereich geistigen Eigentums: Dem Willen des Gesetzgebers nach leben

HMG-Revision


Forschungsanreize im Bereich geistigen Eigentums: Dem Willen des Gesetzgebers nach leben

Im Juni 2017 hat der Bundesrat die Entwürfe für die Ausführungsbestimmungen zur Umsetzung der zweiten Teilrevision des Heilmittelgesetzes (HMG) in die Vernehmlassung gegeben. Mit diesen Bestimmungen sollen die vom Parlament im Jahr 2016 beschlossenen Änderungen umgesetzt werden.

FORSCHUNGSANREIZE IM BEREICH GEISTIGEN EIGENTUMS

Die Forschungsanreize im Bereich geistigen Eigentums wurden gestärkt. © Barbara Jung

Neben zahlreichen anderen Änderungen haben National- und Ständerat in diesem Rahmen entschieden, dass für neue Indikationen von Arzneimitteln mit bekannten Wirkstoffen ein Unterlagenschutz von zehn Jahren gewährt wird, sofern ein bedeutender klinischer Nutzen gegenüber bestehenden Therapien erwartet und dies durch umfangreiche klinische Studien belegt werden kann. Weiter wurde entschieden, dass für pädiatrische Arzneimittel entweder eine Verlängerung eines bestehenden ergänzenden Schutzzertifikats oder ein eigenständiges sechsmonatiges Schutzzertifikat erteilt werden soll. Schliesslich haben sich die Räte für einen fünfzehnjährigen Unterlagenschutz für Medikamente gegen seltene Krankheiten (Orphan Drugs) ausgesprochen.

 

 

Interpharma hat im Rahmen der Vernehmlassung zur Umsetzung dieser Entscheide gefordert, dass in den Verordnungen dem Willen des Gesetzgebers nachzuleben ist, was in den bundesrätlichen Entwürfen nicht der Fall ist. Beim Unterlagenschutzes für Orphan Drugs könnte sogar eine Verschlechterung gegenüber der heutigen Situation eintreten.

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HTA - Health Technologie Assessment


Interpharma engagiert sich im Bereich HTA

HTA - Health Technologie Assessment


Interpharma engagiert sich im Bereich HTA

Im Mai 2016 hat der Bundesrat entschieden, HTA zu verstärken und medizinische Leistungen systematisch und regelmässig auf ihren Nutzen hin untersuchen zu lassen. Interpharma hatte sich dafür eingesetzt, dass das ursprünglich vorgesehene Bundesgesetz über ein Zentrum für Qualität in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP), das neben der Qualitätssicherung auch HTAs durchführen sollte, nicht weiterverfolgt wird, nachdem sich in der Vernehmlassung zahlreiche Stakeholder – auch Interpharma – kritisch dazu geäussert hatten. Die Bereiche Qualität und HTA werden nun getrennt bearbeitet. Innerhalb des Bundesamts für Gesundheit (BAG) wurde dazu eine eigene HTA-Einheit geschaffen. Stakeholder können Vorschläge für zu untersuchende Gesundheitsleistungen einreichen. Interpharma hat sowohl für 2016 und 2017 jeweils mehrere Vorschläge eingereicht und zudem Stellung zu HTA-Berichten genommen. Die eingereichten Fragestellungen verfolgen einen umfassenden Ansatz, um Fehl-, Über- und Unterversorgungen zu vermindern. Interpharma setzt sich seit Jahren für einen solchen breiten Ansatz ein. Für das Jahr 2018 wurden nochmals die Vorschläge für das Jahr 2017 eingereicht, da diese vom BAG nicht berücksichtigt worden waren.

Engagement im Swiss Medical Board

Interpharma ist seit 2015 Mitglied im Trägerverein des Swiss Medical Boards (SMB), nachdem das von Interpharma und santésuisse initiierte Stakeholderprojekt SwissHTA dem SMB beigetreten ist. Das SMB hat im April 2017 ein Strategiepapier veröffentlicht, in dem es sich u.a. das Ziel setzt, dass ab diesem Jahr  jährlich mindestens zwei HTAs als strategischer Partner im Auftrag des BAG und mindestens zwei weitere HTAs im Auftrag der Träger oder Dritter durchgeführt werden.

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Effiziente Verfahren


Interpharma setzt sich für kurze Verfahrensfristen ein und überprüft diese stetig

Effiziente Verfahren


Interpharma setzt sich für kurze Verfahrensfristen ein und überprüft diese stetig

ZULASSUNGSZEITEN BEI SWISSMEDIC

Um einen raschen Zugang der Patientinnen und Patienten zu innovativen Medikamenten sicherzustellen und den Pharmastandort Schweiz attraktiv zu halten, sind effiziente Zulassungsverfahren beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic ebenso zentral wie schnelle Verfahren für die Aufnahme neuer Medikamente in die Spezialitätenliste (SL) des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Interpharma monitort die Fristen beider Verfahren.

Schnellere Verfahren bei der SL-Aufnahme

Die Patientinnen und Patienten sollen von einem raschen Zugang zu innovativen Medikamenten profitieren. © Barbara Jung

Interpharma misst auch die Verfahrensfristen bei der Aufnahme in die SL. Per Juni 2013 wurden Verordnungsänderungen in Kraft gesetzt, die zu einer Beschleunigung der Aufnahme neuer Medikamente in die SL führen sollen. In der Regel soll dieser Prozess innert 60 Tagen nach der Zulassung durch Swissmedic abgeschlossen sein. Diese Beschleunigung war Teil einer Einigung zwischen der Pharmaindustrie und dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI), die im April 2013 geschlossen wurde. Im Gegenzug hatten sich die Pharmaunternehmen damals verpflichtet, alle noch hängigen Beschwerden, welche einen Systemwechsel bei der Preisüberprüfung von Medikamenten betrafen, zurückzuziehen und darauf zu verzichten, neue Beschwerden einzureichen.

 

 

Interpharma setzt sich dafür ein, dass diese Richtzeiten auch tatsächlich eingehalten werden und monitort diese entsprechend. Seit Einführung der neuen Regelung hat sich die Zahl der Gesuche, die innerhalb dieser 60 Tage behandelt werden, zwar erhöht. Allerdings werden die Fristen seit den Änderungen der Preisfestsetzungsregeln im Juni 2015 deutlich weniger häufig eingehalten und auch seit dem Inkrafttreten des neuen Preisfestsetzungssystems im März 2017 wird nur ein kleiner Teil der Gesuche innert 60 Tagen behandelt.

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Seltene Krankheiten


Die Umsetzung des Konzepts Seltene Krankheiten wirft weiterhin viele Fragen auf

Seltene Krankheiten


Die Umsetzung des Konzepts Seltene Krankheiten wirft weiterhin viele Fragen auf

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Im Mai 2015 hat der Bundesrat den Umsetzungsplan zum nationalen Konzept seltene Krankheiten genehmigt. Das Konzept war durch ein Postulat von Nationalrätin Ruth Humbel (CVP) gefordert worden. Interpharma begleitet die Umsetzung, die bis 2017 hätte abgeschlossen sein sollen, als Mitglied der Interessengemeinschaft Seltene Krankheiten (IGSK). Zwar unterstützt Interpharma die Umsetzung grundsätzlich. Allerdings sind wesentliche Fragen wie etwa die Finanzierung der Massnahmen, die Forschungsförderung und verbindliche Schritte zur Rechtsgleichheit bei der Vergütung von Diagnosen und Therapien noch immer nicht geklärt. Zudem ist es etwa bei der Einrichtung von Referenzzentren zu Verzögerungen gekommen.

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Masterplan/II


Interpharma begleitet die Umsetzung des Masterplans konstruktiv-kritisch

Masterplan/II


Interpharma begleitet die Umsetzung des Masterplans konstruktiv-kritisch

Masterplan biomedizinische Forschung und Technologie, Eidgenössisches Departement des Innern, 2013.

Interpharma begleitet die Umsetzung des im Dezember 2013 publizierten Masterplans zur Stärkung der biomedizinischen Forschung und Technologie kritisch, aber konstruktiv. Bereits umgesetzt sind u.a. beschleunigte Verfahren bei der Aufnahme in die Spezialitätenliste (in der Regel 60 Tage nach Swissmedic-Zulassung), die Swissmedic-Strategie für effiziente Zulassungsverfahren, schnellere Bewilligungsverfahren für klinische Studien und das per März 2017 in Kraft gesetzte Preisfestsetzungssystem. Interpharma begleitet die Umsetzung und misst die Fortschritte etwa im Bereich der Verfahrenszeiten für die Aufnahme von Medikamenten in die Kassenpflicht. Seit dem Inkrafttreten des neuen Preisfestsetzungssystems im März 2017 und zuvor schon mit Änderungen in der Preisfestsetzung per Juni 2015 werden wieder vermehrt grössere Verzögerungen festgestellt.

Nach wie vor Grosser Handlungsbedarf bei den Ethikkommissionen


In gewissen Bereichen wurden Fortschritte erzielt, in anderen besteht aber noch immer grosser Handlungsbedarf, etwa bei den langwierigen Verfahren zur Bewilligung von klinischen Studien durch die Ethikkommissionen. Hier werden u.a. die gesetzlich verankerten Terminvorgaben drastisch verletzt und das neu eingeführte Leadprinzip, wonach nur noch eine Ethikkommission ein Forschungsgesuch materiell prüft, wird nicht richtig respektiert. Interpharma engagiert sich aktiv für einen neuen, zusätzlichen Verfahrensweg (´Fast Track´) zur Genehmigung von klinischen Studien für Medikamente in den klinischen Phasen 1, 2 und 3, der einer zentral angesiedelten oder einer der bestehenden Ethikkommission fest zugeordnet wird.