Interpharma hat gemeinsam mit santésuisse das Stakeholderprojekt „SwissHTA“ initiiert, das von der Ärztegesellschaft FMH sowie der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) mitgetragen und vom Bund als Beobachter begleitet wurde. Dabei wurde ein Konsens für die Ausgestaltung von Health Technology Assessments (HTA) in der Schweiz erarbeitet. 2015 trat SwissHTA formal dem Trägerverein des Swiss Medical Boards (SMB) bei, nachdem 2014 ein Konvergenzprozess eingeleitet worden war, um die Nutzenbewertungsansätze dieser beiden Projekte zusammenzuführen.

Vorschläge von Interpharma für breiten Ansatz

Im Mai 2016 hat der Bundesrat entschieden, HTA zu verstärken und medizinische Leistungen systematisch und regelmässig auf ihren Nutzen hin untersuchen zu lassen. Interpharma hatte sich dafür eingesetzt, dass das ursprünglich vorgesehene Bundesgesetz über ein Zentrum für Qualität in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP), das neben der Qualitätssicherung auch HTAs durchführen sollte, nicht weiterverfolgt wird, nachdem sich in der Vernehmlassung zahlreiche Stakeholder – auch Interpharma – kritisch dazu geäussert hatten. Die Bereiche Qualität und HTA sollen nun getrennt bearbeitet werden. Innerhalb des Bundesamts für Gesundheit (BAG) wird dazu eine eigene HTA-Einheit geschaffen. Stakeholder können Vorschläge für zu untersuchende Gesundheitsleistungen einreichen. Interpharma hat sowohl für 2016 als auch 2017 mehrere Vorschläge eingereicht und zudem Stellung zu HTA-Berichten genommen. Die eingereichten Fragestellungen verfolgen einen umfassenden Ansatz, um Fehl-, Über- und Unterversorgungen zu vermindern. Interpharma setzt sich seit Jahren für einen solchen breiten Ansatz ein.