Die wichtigsten Themen 2018


 
 
 

Ausgewählte Kennzahlen 2017

Für die Gesamtschweiz

 
 

Peter Hug

Präsident

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Der medizinische Fortschritt schreitet zurzeit rasch voran. So geht zum Beispiel der Trend in der Erforschung und Behandlung von Krebs hin zu massgeschneiderten Therapien je nach Stadium der Erkrankung und genetischem Subtyp des Patienten. Die neuen Medikamente werden zudem verstärkt in Kombination eingesetzt, wobei der Nutzen eines Medikaments je nach Indikation unterschiedlich sein kann. Allein in den nächsten fünf Jahren gehen wir von mehreren Hundert Zulassungen von neuen Wirkstoffen, neuen Indikationen und Kombinationen innovativer Medikamente aus.

 

Die wachsende Zahl an wirksameren Therapien sind gute Neuigkeiten für Patientinnen und Patienten. Ihnen stehen künftig mehr Behandlungsoptionen zur Verfügung. Für Behörden, Spitäler, Ärzte, Krankenversicherer und Pharmaindustrie sowie unser Preisfestsetzungssystem stellt diese Entwicklung aber auch eine Herausforderung dar. Wir haben Fortschritte erzielt im Bereich der Erstattung von Kombinationstherapien, indikationsspezifischen Preisen und weiteren Modellen, die bereits in verschiedenen Fällen zur Anwendung gekommen sind. Um unser qualitativ gutes Gesundheitswesen weiterzuentwickeln und gemeinsame Lösungen zu finden, muss der Dialog jedoch weiter verstärkt werden. Hier setzt die Stakeholder-Plattform «SanteneXt» an, die von Interpharma mitbegründet wurde. Die Plattform bringt verschiedene Akteure zusammen, um aktuelle Herausforderungen anhand von Pilotprojekten konkret anzugehen und so schliesslich zur Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems beizutragen.

 
 

René Buholzer

Geschäftsführer

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Die pharmazeutische Industrie war in den vergangenen Jahren in verschiedenen Regionen der Schweiz der wichtigste Wachstumstreiber und somit Motor für die Wirtschaft als Ganzes. Rund ein Fünftel des realen BIP-Wachstums der Schweiz ging auf das Konto der Pharmaindustrie. Damit die Kugel weiterrollt und das Zusammenspiel zwischen grossen, exportorientierten Unternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen auch künftig zum Wohlstand der Schweiz beitragen kann, braucht es innovationsfreundliche Rahmenbedingungen.

 
 

Dazu gehören neben einem starken Patentschutz auch ein attraktives steuerliches Umfeld, das international akzeptiert ist, sowie wirtschaftliche Offenheit. Gut 50 Prozent der Pharmaexporte gehen in die Länder der EU. Deshalb sind die Bilateralen Verträge, die einen unbürokratischen Zugang zu diesem wichtigsten Handelspartner der Schweiz sichern, von besonderer Bedeutung für das Florieren der Exportwirtschaft. Die Interpharma-Mitgliedfirmen allein investieren in der Schweiz jährlich rund 7 Milliarden Franken in Forschung & Entwicklung. Damit solche Investitionen auch weiterhin getätigt werden, ist es zentral, dass Innovation auch künftig preislich honoriert wird und Patienten raschen Zugang haben zu innovativen Therapien.