Bis spätestens am 30. Juni 2016 haben über 50 in der Schweiz tätige Pharmaunternehmen ihre Zahlungen für Beratungs- und Dienstleistungen an die Leistungserbringer im Gesundheitswesen auf ihren Internetseiten erstmals offen gelegt. Diese Firmen decken den Grossteil des Pharmamarkts Schweiz ab. Die Transparenzinitiative wurde vom europäischen Pharmaverband EFPIA angeregt und führte in der Schweiz zu einer zeitgleichen Ausarbeitung des Pharma-Kooperations-Kodex (PKK).

Der Austausch zwischen Pharmaindustrie und Ärzten ist für die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente unerlässlich und verbessert die Qualität der Behandlung von Patientinnen und Patienten. Die Pharmaindustrie ist sich bewusst, dass die Beziehungen mit den Gesundheitsversorgern in einem sensiblen Bereich stattfinden. Auch werden heute erhöhte Anforderungen an die Transparenz der Beziehungen zwischen Pharmaunternehmen, Ärzteschaft, Apotheken, Spitälern sowie Forschungsinstitutionen gestellt. Deshalb hat sich die Pharmabranche entschieden, die Zahlungen jährlich auszuweisen und damit das Vertrauen in die bewährte Zusammenarbeit zu stärken.