Die Pharmaindustrie und die Universitäten stellen sich dem Dialog mit Stakeholdern und der interessierten Öffentlichkeit zu den Themen Pharma- und Forschungsstandort Schweiz und zur Bedeutung der bilateralen Verträge für die künftige Wettbewerbsfähigkeit. Hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und Akademie treffen sich dabei mit lokalen Opinion Leadern aus Wirtschaft und Politik und der breiten Bevölkerung. Es finden dabei Tischgespräche (am Mittag) und öffentliche Anlässe (am Abend) statt. Nach dem ersten Mittagsanlass in Luzern am 21. September fand am 21. November in Zürich sowohl ein Mittagsanlass wie auch die erste öffentliche Abendveranstaltung „Wirtschaftliche Offenheit – Schweiz Quo vadis?“statt. Der Einladung in den Zürcher Glockenhof waren rund 150 Interessierte gefolgt.

Unkomplizierter Export und Zugang zu Fachkräften

In seinem Einstiegsreferat betonte Novartis-Länderpräsident André Wyss die Wichtigkeit einer offenen Schweiz. Er wies speziell auf die Bedeutung der bilateralen Verträge mit der EU hin. Diese seien gerade jetzt, wo die Wirtschaft in anderen Bereichen ebenfalls unter Druck stehe, noch wichtiger als sonst: Um weiterhin innovative Medikamente entwickeln zu können, sei der unbürokratische Zugang auch zu europäischen Fachkräften entscheidend. Die Verträge seien aber auch wichtig, weil sie frühere Handelshemmnisse beseitigt haben und es dank ihnen möglich ist, in der Schweiz zu produzieren und die Medikamente unkompliziert in die 28 EU-Staaten zu exportieren.

Im Anschluss diskutierten hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter der Pharmaindustrie, der IT-Branche, der akademischen Forschung und der Wirtschaftsverbände über die Bedeutung und Chancen einer offenen Schweiz. Sie waren sich einig: Ein Wegfall der bilateralen Verträge würde dem Standort Schweiz schaden. Moderiert wurde die Diskussion Katja Gentinetta, Politikphilosophin und –beraterin.

 

Weitere Anlässe

Im laufenden Jahr finden weitere Anlässe statt, so in Solothurn (31. Januar), Lausanne (14. Februar), Zug (28. März), und Freiburg (April) (Linke auf Webonepager). Die Anlässe starten mit einem Vox-pop-Film, welcher die Stimmung der Bevölkerung zeigt und ergänzend wurden eine Pocketbroschüre sowie eine Basisdokumentation erstellt. Der Pocket-Flyer zeigt anschaulich auf, warum die Bilateralen wichtig sind. Die Basisdokumentation enthält Zahlen und Fakten, historische Eckpunkte sowie Geschichten der Schweizer Muster-Familie „Wälti“, die zeigen, wie die bilateralen Verträge unseren Alltag betreffen und oft auch erleichtern.

Die Europa-Anlässe werden in Partnerschaft mit economiesuisse, swissuniversities und den kantonalen Handelskammern durchgeführt. Es handelt sich um den Beitrag von Pharma und Forschung an die Kampagne «stark + vernetzt» von economiesuisse sowie der Aktivitäten von Swissmem.

Die Anlässe werden auch in den Medien thematisiert. So erschien am 4. September 2016 in der Zentralschweiz am Sonntag ein erster Beitrag und der Tages-Anzeiger berichtete am 19. November ausführlich über die Kampagne der Wirtschaftsverbände, inklusive Video, Cartoon und Voting, ob man das Campaigning der Wirtschaft, das auf Dialog und regionale Aktivitäten setzt, gut findet.